Drachenbootregatta 2017

Hervorgehoben

Hallo liebe Drachenbootbegeisterte,

Pfingstsonntag ist es wieder so weit. Der Kanu-Club Friedrichsfeld startet die 18. Drachenboot Regatta auf dem Kanal. Wir haben das Reglement leicht verändert, so dass auch die Mannschaften mitfahren können, die in den letzten Jahren Schwierigkeiten hatten, das Boot voll zu bekommen oder bei der Besetzung männl/weibl.

Auch in diesem Jahr stellt unser Profiteam “Thunder Dragons” wieder einen Paddlerpool zur Verfügung, der personell auch noch unterstützen kann.

Gleichzeitig haben wir die Anfangszeit um eine Stunde auf 10 Uhr verlegt, damit nicht alle so früh aus den Federn müssen. Besseres Wetter mit viel Sonne ist ebenfalls geplant.

Also merkt den 04.Juni 2017 ab 10 Uhr für einen tollen Tag am Kanal vor.

Paddel voraus!!

Euer Kanu-Club Friedrichsfeld

Bitte notieren: nächste Drachenbootregatta Pfingstsonntag, 04.Juni, 2017!


Bootstaufe und Anpaddeln am KCF

Neue Boote, alte Rituale

Die Namensgebung von Schiffen ist bis in das vierte vorchristliche Jahrtausend nachweisbar. Bis mindestens zu den Römern kann man bestimmte Stapellaufbräuche belegen. Frühe Schiffstaufen gingen häufig mit dem Darbringen von Opfern einher, wobei teilweise auch Menschenopfer dargebracht wurden.

Wenn auf dem Segelschiff der Großmast eingesetzt wurde, legte man in der Höhlung der Mastspur ein blankes Goldstück ein, dorthin also, wo der Fuß des Mastes ruhen sollte. Dieses Goldstück, genannt der Goldfuchs, sollte Schutz vor den unbekannten Mächten des Meeres gewähren. Weiter gab es den Brauch, auf einen Pall einen Pfennig/Cent zu legen, bevor die erste Kielplatte gelegt wird. Nach dem Stapellauf wird dieser geborgen und der Auftraggeber des Schiffes muss ihn bei den Schiffbauern (mit viel Schnaps und Bier) freikaufen.

Taufpate eines Schiffes sollte stets eine Frau sein, da ein männlicher Taufpate als ein böses Omen gewertet wird. Bei der „Taufe“ mit einer Sektflasche lässt die Taufpatin die Flasche an der Bordwand zerschellen. Bei der Taufe eines Paddel- oder Ruderbootes beschränkt man sich darauf, Sekt über das Boot zu schütten, um den Bootskörper nicht zu beschädigen. An der weißen Tafel zum anschließenden Festschmaus wird der Taufpatin nochmals die Verantwortlichkeit des Taufaktes optisch vor Augen geführt…….

Soweit das moderne Orakel unserer Zeit, die Wikipedia, zum Thema Namensgebung bei Booten.

In Anlehnung an diese alte Tradition wurde auch gestern, am 04.03.2017 bei dem Kanuclub Friedrichsfelde verfahren. Nach Abschluss des normalen Trainings der Jugendlichen kam es zur offiziellen Namensgebung der vier bereits im letzten Jahr angeschafften Wettkampfboote vom Typ K1 Vintage Quattro aus dem Hause Nelo. Diese Fahrzeuge wurden zwar bereits im vergangenen Jahr angeschafft, wurden aber unter Missachtung alter Traditionen ohne eigene Namen eingesetzt. Ob dadurch der Trainingseffekt negativ beeinflusst wurde, sei dahingestellt. Nun aber wurden die Boote in einer offiziellen Zeremonie getauft und erhielten die Namen „Otto“, „Speedy“, „Blue Blizzard“ und „Argo“, wobei über den Namen „Blue Blizzard“ anscheinend noch Diskussionsbedarf bestand.

Am Abschluss der Zeremonie wurde mit etwas Fassbrause noch ein wenig gefachsimpelt und Small Talk gemacht, bevor die Veranstaltung sich auflöste.

Während der Taufzeremonie und den anschließendem Geplauder keimte bei einigen der Anwesenden der Gedanke, das für den gleichen Tag zu späterer Stunde geplante traditionelle Anpaddeln der Wanderfahrer auf Grund der aktuellen Wettervorhersagen spontan und umgehend in die Tat umzusetzen. Es fanden sich Willige und es wurden die Boote auf den Hänger geschnallt und nach Krudenburg verfahren, wo auf der Lippe eingesetzt wurde.

Als der Verband dann in See stach (oder die Lippe) hatten sich insgesamt 6 Fahrzeuge besetzt mit 8 Paddlern gefunden, wobei der jüngste Paddler ein Alter von 2,5 Jahren hatte, während am anderen Ende des Spektrums ein rüstiger Mittfünfziger stand.

Bei hohem Wasserstand der Lippe konnte entspannt gepaddelt und die Natur genossen werden. Sichtungen von Reihern, Nutrias und anderen Getier verschönten das ohnehin schon schöne Panorama.

Darüber hinaus konnten auch noch durch einen der Bootsführer zwei wichtige Erkenntnisse gemacht werden: 1. das Wasser der Lippe ist Anfang März noch sehr erfrischend, 2. wenn man sein Boot in überhängende Baumwipfel treiben lässt kommt man sehr schnell zur Erkenntnis 1.!

Die Havarie verlief aber glimpflich ohne Verluste von Material oder schlimmeren und die Tour konnte erfolgreich in Wesel am Wasserwerk zu Ende gebracht werden.

Am Abend wurde dann das offizielle Ende der Winterpaddelpause durch die Wanderpaddler gefeiert und gleichzeitig mehrere Boote des Vereins und eigene Boote der Vereinsmitglieder der Taufzeremonie unterzogen, inklusive des Anbringens von Namenszügen und Vereinskennungen. Insgesamt 3 Boote des Vereins und 4 Privatboote erhielten vom Wanderwart die offiziellen Weihen durch Bespritzen mit alkoholischer Flüssigkeit und dem traditionellen Wunsch, immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel zu haben.

Danach wurde die Zeremonie zwar nicht an der eingangs erwähnten weißen Tafel gefeiert, aber immerhin mit einem netten Zusammensein auf dem Hof bei Grill und Getränk. Hier zeigte sich nochmals, dass der Nikolaus als Patron der Seefahrer auch seine Paddler im Auge behält, als das bis daher gute und freundliche Wetter Punkt 20:14 Uhr der Feier durch spontan und heftig einsetzenden Regen ein Ende setzte beziehungsweise den harten Kern der noch Anwesenden dazu bewegte, sich in den Jugendraum zu verholen.

(Carsten Beese, KCF Pressewart)

Anpaddeln und Bootstaufe am KCF

An alle KCF-Mitglieder

Am Samstag, den 04. März werden wir gemeinsam unsere neuen Boote taufen. Wir treffen uns um 12.30 nach dem Training der Rennmannschaft zur Bootstaufe. Anschließend findet das traditionelle Anpaddeln statt. Nach der Rückkehr gehen wir zum Angrillen über. Der Grill und die Feuertonne stehen dann bereit und jeder bringt sein Grillgut und ev. noch Salat mit. Alle sind willkommen und wir freuen uns auf einen gemütlichen Abend.

Lg, Andrea

Große Ehrung für „Leppi“ Fengels

Am 23.1.2017 fand im historischen Rathaus der Stadt Moers im Beisein des Bürgermeisters der Stadt Herrn Fleischhauer und des Stellvertretenden Landrates Herrn Maas die  feierliche Auszeichnung von 26 verdienten Ehrenamtlern aus dem Kreis Wesel statt.
Der Kanu-Club Friedrichsfeld hatte Gerhard Detlef Fengels, von allen nur Leppi genannt, vorgeschlagen. Leppi kam im Juli 1971 mit seinem Vater Willi Fengels, seinem Bruder Wolfgang und einem Zweier Faltboot zum Bootshaus. Leppi ist dann dem Kanu Club Friedrichsfeld beigetreten. 1974 war er ein erfolgreicher Läufer und er konnte bei der Westdeutschen Meisterschaft eine gute Platzierung in einem Mannschaftboot erreichen.
Ab 1975 wurde er mit verschiedenen  Vorstandsposten betraut. Er wurde erfolgreicher Übungsleiter  und brachte seine Zöglinge zur Westdeutschen Kanu Meisterschaft der Damen und der Deutschen Kanu-Meisterschaft .

Über 7 Jahre hatte er sich zum erfolgreichsten Übungsleiter des Vereins entwickelt. Nach einer Trainerpause gelang ihm 1983 der Wiedereinstieg als Trainer und er konnte in der Folgezeit zwei Kanutinnen, die zu einem Verein in Essen gewechselt waren, mittrainieren. Eine der Beiden, Judith Skolnik, schaffte es bis zu den olympischen Spielen in Los Angeles.
Nach 16 Jahren Trainertätigkeit mit vielen großen und kleinen Sportlern legte er erneut eine Trainerpause ein, um dann aber 2005 erneut zum Trainerteam zu stoßen.
Ab 2017 möchte er das Anfängertraining  übernehmen.

Eine kurze Bilanz seiner 32 Jahre Tätigkeit:
1 Olympia Teilnehmerin i. V. mit einem Kanuverein aus Essen,
mehrere Teilnahmen an Kanu Weltmeisterschaften,
12 Deutsche Meistertitel,
8 Deutsche Vizemeister,
10 dritte Plätze bei Deutschen Meisterschaften,
eine nicht zu beziffernde Anzahl von Siegen und Platzierungen bei nationalen und internationalen Regatten.
 
Leppi hat Generationen von Kanusportlern  geprägt.
Er hat tausende Stunden am Verein und bei Regatten Kinder und Jugendliche betreut, ihnen zugehört und weiter geholfen, wenn es notwendig war. Er hatte und hat einen guten Kontakt zu den Eltern der Sportlerinnen und Sportler.

Der Kanu Club Friedrichsfeld ist stolz auf unseren Leppi.

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