Hic sunt dracones (hier sind Drachen)

Wie Friedrichsfeld für einen Tag von der Landkarte verschwand

Als die Welt noch ein großer und exotischer Ort war und in vielen Teilen unbekannt und unerforscht, haben die alten Gelehrten und Kartographen auf Ihren Weltkarten und Globen die Weltgegenden, von denen sie nicht wirklich viel wussten, mit Abbildungen von Monstern, Seeschlangen und Drachen versehen. Daneben schrieben Sie dann diesen Spruch: „Hier sind Drachen!“

Am Pfingstwochenende tummelten sich auf dem Kanal bei Friedrichsfeld die Drachen und haben dort nach alter Manier die Welt auf den Kopf gestellt und für einen kurzen Zeitraum alles verändert. Weiterlesen

Ruhrfestspiele 2017 der Kanuten in Recklingshausen

Medaillenregen für den KC Friedrichsfeld

Am vergangenen Wochenende vom 28. Bis zum 29.05.2017 bewiesen unsere Kanuten in Recklinghausen mal wieder ihr Können, und fuhren erneut reichlich Medaillen ein.

Bei den Schülerspielen wurden wieder hervorragende Ergebnisse erzielt. So sicherte sich Jonas Köpke den  1. und Paul Höfer den 5. Platz der 11-Jährigen. Lotte Liwowski und Jona Schneider holten sich Silber, beziehungsweise Bronze. Bei seinen allerersten Schülerspielen erkämpfte sich Mathis Höing einen hervorragenden 2. Platz in seiner Altersklasse (AK).

Bei den 12-Jährigen gab es am Wochenende nach einigen Wirrungen und Zeitverschiebungen einen wahren Medaillenregen!

Im Viererboot mit Insa Hülsdornk, Rieke Kliche, Mia Florkowski und Livgrete Liwowski gab es ein glockenklares Gold auf 500m.

Ebenso Gold  für Mia Florkowski / Livgrete Liwowski im 2er  und Silber für Insa Hülsdonk / Rieke Kliche auch im Zweierboot.

Im 1er auf  2000m bzw. 500m holte sich Rieke Kliche  Bronze und Silber, Mia Florkowski fuhr auf den 4. und 5. Platz, Insa Hülsdornk und Livgrete Liwowski fuhren auf die Plätze 5./4. und 10./6.

Nils Fuchs holte sich auf  2000m souverän Gold  im 1er und auf 500m fuhr er ebenfalls auf den 1. Platz.

Linn Sütel erkämpfte sich in der AK 13 in einem starken Feld Silber auf 200m und Bronze auf 1000m.

In der AK 14 erreichte Lisa Köpke Platz 10 auf 100m im Einer und zusammen mit Linn Sütel eine hervorragende Bronze-Medaille auf 500m im Zweierboot.

Auch Lisa Weinkath konnte sich sowohl auf 200m,  als auch auf 1000m eine Silber-Medaille in der AK15 sichern.

Bei der männlichen AK 15 konnte Max Biesen weitere Regatta-Erfahrung sammeln und fuhr auf 500m und auf 1000m auf den 7. Platz.

So geht ein weiteres Rennwochenende zu Ende und unser Dank gilt den Trainern und Betreuern für ihre ausgezeichnete Arbeit.

Nächster Halt: Westdeutsche-Meisterschaft in Köln!!!!! 

(Bericht: Andrea Fuchs, KCF)

Hammer Regatta – Hammer Wetter – Hammer Erfolge

Die Friedrichsfelder Kanuten strahlten auf der Regatta in Hamm mit der Sonne um die Wette.

Voerde: Am Samstag dem 20.05.2017 startete Vormittags die 49. Frühjahrsregatta in Hamm mit der Athletikwertung der Westdeutschen Kanumehrkampf Meisterschaft. Hier mussten die Kanuten der Altersklasse (AK) 12 bis 14 ihr Können in drei Disziplinen unter Beweis stellen: zwei athletische Übungen und 1500 m Laufen. Zu den zwei athletischen Übungen zählten der Überkopfwurf rückwärts mit einem Medizinball und der Schlängellauf, bzw. Slalomlauf. Diese Disziplinen fordern Schnellkraft und Schnelligkeit, sowie Koordination.

Die Kanuten Mia Florkowski, Rieke Kliche, Liv-Grete Liwowski, Insa Hülsdonk, Nils Fuchs (alle AK 12), Mathis Stauvermann, Linn Sütel (beide AK 13) und Lisa Köpke (AK 14) – die zum ersten Mal an einer Regatta im Einzelkampf teilnahm – zeigten in diesen Disziplinen ihre Fähigkeiten. Zwei weitere Disziplinen im Paddeln werden Mitte Juni auf der Westdeutschen Meisterschaft in Köln ausgetragen und dann mit den Ergebnissen des athletischen Teils in Hamm zu einer Gesamtplazierung gerechnet.

Nach diesem athletischen Teil der Westdeutschen Meisterschaft gingen die Kanuten zum normalen Regattageschehen über.

Nils Fuchs holte sich im 125m und 500m-Rennen die Goldmedaille. Jonas Köpke und Paul Höfer bekamen für ihre guten Leistungen im 125m-Rennen die Bronzemedaille. Bei den weiblichen Schülern belegten im 125m-Rennen und 500m-Rennen Mia Florkowski den ersten und dritten Platz, Insa Hülsdonk und Rieke Kliche jeweils den ersten Platz. Liv-Grete Liwowski durfte sich über den zweiten und ersten Platz freuen und Linn Sütel über den zweiten und dritten Platz.

Sehr gefreut über ihre Bronzemedaille haben sich Lisa Köpke und Mathis Stauvermann im 125m-Rennen.

Max Biesen sammelte auf seiner 2. Kanuregatta weiterhin in seinen Rennen über 200m und 500m Erfahrungen. Lisa Weinkath und Aleksandra Bensberg schafften es in ihren Rennen bis in den Zwischenlauf.

Im Zweier-Kanu-Rennen holten sich Linn Sütel und Lisa Köpke den vierten Platz, obwohl sie erst zum zweiten Mal auf einer Regatta zusammen fuhren. Mia Florkowski und Liv-Grete erkämpften sich gemeinsam die Goldmedaille und Rieke Kliche zusammen mit Insa Hülsdonk die Silbermedaille.

Im Vierer-Kanu-Rennen konnten Rieke, Insa, Mia und Liv-Grete konkurrenzlos mit dem ersten Platz glänzen und bekamen dafür einen Ehrenpreis.

Bei den Schülerspielen für die AK 7 bis AK 11 holte sich Lotte Liwowski (AK 10) wieder den ersten Platz und Jona Schneider (AK 10) den sechsten Platz in der Gesamtwertung. Die Schüler mussten 1500m paddeln, 125m Sprint fahren und am Sonntag noch eine Parcours in der Turnhalle durchlaufen. Paul Höfer (AK 11) wie auch Jonas Köpke (AK 11) kamen am Start der 1500m Paddelstrecke sehr gut weg und paddelten an der Spitze. Auf den letzten Metern lieferten sie sich mit ihren Konkurrenten einen spannenden Zweikampf und mussten ihre ersten Plätze beide um wenige Zentimeter an ihre Konkurrenten abtreten. Im 125m-Rennen belegte Paul den ersten und Jonas den dritten Platz. In der Gesamtwertung der drei Disziplinen reichte es bei beiden leider nur zum achten (Paul) und fünften (Jonas) Platz. Mit ihren Leistungen können beide dennoch bei einem Teilnehmerfeld von 29 Kanuten ihrer Altersklasse zufrieden sein.

Insgesamt war es für die Kanuten mal wieder ein erfolgreiches Wochenende. Auch die Bombendrohung am Samstagnachmittag im nur wenige hundert Meter entfernten Einkaufszentrum konnte die Kanuten nicht von ihren Siegen abbringen.

Von links nach rechts Liv-Grete Liwowski, Insa Hülsdonk, Rieke Kliche und Mia Florkowski.

(Indra Köpcke, KCF)

Wesermarathon 2017 – Wandertruppe des KCF mit am Start

….die Perser kommen….

In der Zeit die man bei uns als Antike kennt, war dies ein geflügeltes Wort. Die damalige Großmacht Persien versuchte, ihre Einflußspäre bis nach Kleinasien und an die Mittelmeerküsten auszudehnen. Dort gab es zu dieser Zeit viele blühende Stadtstaaten der Griechen, die sich dieser neuen Herrschaft nicht beugen wollten.

Das ist alles schon lange her und fand etwa 500 vor Christus statt. 490 v. Christus kam es dann bei  Marathon mal wieder zu einer Schlacht zwischen einem Expeditionskorps des Persischen Großkönigs Dareius und den Griechen, wobei die Griechen diese Schlacht völlig überraschend gewannen. Der Sage nach ist nach dem Sieg ein junger Recke der Griechen in voller Rüstung 42,195 km bis zum Marktplatz von Athen gelaufen, hat dort noch gerufen: „Wir haben gesiegt!“ und ist dann tot zusammen gebrochen. Noch heute wird in Gedenken an diesen Sportler, dessen Name im Nebel der Zeit verloren gegangen ist, diese Distanz unter dem Namen Marathonlauf absolviert und auch für  Langstreckenwettbewerbe anderer Disziplinen verwendet.

So auch bei den Wassersportlern.

Am 07.05.2017 fand zum 14ten Mal der ICF Wesermarathon, ausgerichtet von dem Kanu-Club-Hameln eV statt. Die Wandersportgruppe des KCF ließ es sich nicht nehmen, mit einer Gruppe daran teilzunehmen. Am 06.05.2017 fanden sich die Athleten gegen 13:00 Uhr am Clubhaus zusammen und sind mit 2 Fahrzeugen, 8 Booten und 11 Clubmitgliedern nach Hann. Münden gereist, um teilzunehmen. Nach Ankunft am Startort wurden eine kleine Zeltstadt errichtet und die Boote startklar gemacht. Wie bei allen Sportlern ist es wichtig, sich vor einem Wettbewerb mit den Besten der Besten mental gut vorzubereiten. Zu diesem Zweck wurde dann noch eine kleine Tour durch die hübsche Altstadt gemacht und der Ursprung der Weser besucht, wo das Ereignis am Folgetag seinen Anfang nehmen sollte. Gute Ernährung in Form von Hopfensmoothhies, verschiedenen Schnitzelderivaten und Pommes rundete die Vorbereitung ab bevor dann alle in Ihre Zelte verschwanden.

Am Morgen des 07.05.2017 gegen 05:00 waren dann alle körperlich und geistig top bis fit und brachten Ihre Fahrzeuge hinter der Schleuse am Campingplatz zu Wasser. Gegen 06:20 Uhr war der Verband dann auf dem Wege durch die Morgennebel des Wesertales dem fernen Ziel in Beverungen zu. Nach Abfahrt hat sich der Verband in kleiner Gruppen aufgeteilt, die aber alle (bis auf einen Athleten, der aus gesundheitlichen Gründen auf halber Strecke abbrechen  musste) unfallfrei (bis auf einen Teilnehmer, der zwischendurch meinte Kentern zu müssen) und bei mittlerweile bestem Wetter das Ziel in Beverungen erreichten und erfreulicherweise auch ohne am Ziel tot umzufallen.

Dort konnte die ganze Gruppe die Plaketten für die Distanz Bronze in Empfang nehmen und sich erfrischen, bevor man sich auf den Heimweg nach Friedrichsfeld (mit KFZ) machte.

Insgesamt haben etwa 1400 Wassersportler aller Altersgruppen und  Disziplinen an dem Ereignis teilgenommen, wobei sich 550 Teilnehmer für die Distanz von 53 km, genauso viele für die Distanz von 80 km und etwa 300 für die Golddistanz von 135  km entschieden.

Für die KCF’ler war das Wochenende ein voller Erfolg und es werden auch mit Sicherheit im nächsten Jahr wieder Boote mit dem Logo des KCF an den Start gehen.

(Carsten Beese, 2017)